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Apfel Ernte im GartenEin Apfel am Tag hält den Doktor fern

Wer kennt nicht diesen Spruch!

Und tatsächlich besitzen Äpfel, ja sogar der ganze Baum gesundheitliche Wirkungen. Durch Kreuzung und Züchtungen entstanden etwa 20000 verschiedene Arten. Unsere Vorfahren kannten zunächst nur die Wildform, den Holzapfel. Dieser ist zwar kein kulinarisches Highlight, wurde aber dennoch genutzt. Offenbar schätzte man diesen kleinen Urapfel, auch wegen seiner gesundheitlichen Wirkungen.

Dem Expansionsdrang der alten Römer sei Dank, kamen neue, aus Asien stammende Sorten zu uns. Die heutigen Sorten gehen vermutlich auf die Kreuzung des heimischen Holzapfel mit diesen neuen Formen zurück.

Neue schmackhafte Sorten entstanden und man lernte die nahrhaften und gesundheitlichen Vorzüge diese leckeren Frucht zu schätzen.

Apfel für den Gaumen

Die Vielfalt an Apfel-Rezepten ist kaum zu überschauen. Äpfel werden, roh oder gekocht, als Mus, Gelee oder Saft genossen. Äpfel finden in der süßen, wie auch in der herzhaften Küche Verwendung. Sie werden vergoren zu Apfelwein und Apfelessig.

Der Duft des Apfels

Frisch und doch gleichzeitig warm, mit einem Unterton aus Rosen, so nehmen wir die Apfelaromen wahr. Der Duft reifer Äpfel ist ein stimmungsvoller Begleiter der Adventszeit. Das leckere Aroma gebratener Äpfel lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen.  In der Volksheilkunde nutzt man das milde Apfelaroma um den Schlaf zu fördern. So soll eine Schale mit Äpfeln neben dem Bett platziert das Einschlafen fördern. Apfelschalen aromatisieren Früchte-Tees und wirken gleichzeitig beruhigend auf Verdauungssystem und Psyche.

Obwohl uns der Apfel-Duft mannigfaltig begegnet, ist ein reines ätherisches Öl nicht zu bekommen. Die angebotenen Öle sind zumeist Mischungen, welche den Charakter des Apfelduftes imitieren. Dennoch kann man den angenehmen Duft einfangen, indem man Apfelschalen, oder ganze Äpfel zerkleinert, in Pflanzenöl einlegt und 2 Tage mazerieren lässt.

Apfel für die Gesundheit

Apfel schwarzfaul gegen OhrenschmerzenSchon im Mittelalter entstanden etliche Apfelrezepte, die der Gesundheit dienen sollten.

Hildegard von Bingen, die bekannte Klosterfrau etwa, lobte die Frucht als leicht und gut verdaulich. Wobei sie geschwächten Personen, eher gekochte Äpfel empfahl. Doch auch Blätter, Triebe, ja sogar der Erdboden unter einem Apfelbaum, hatte für sie gesundheitliche Kräfte.

Vor allem die Borsdorfer Reinette galt im Mittelalter als besonders gesund und heilkräftig.

Noch heute empfiehlt man bei Verstopfung einen fein geriebenen Apfel einzunehmen. Auch auf Gicht, Rheuma und Arteriosklerose soll der Apfelverzehr bessernd wirken.

Faule Äpfel - das Penicillin des Mittelalters

In dem Buch "Der Teutsche Obstgärtner" ist die heilsame Anwendung fauler Äpfel gegen brandige Wunden erwähnt. Jedoch besitzt offenbar nicht jeder faule Apfel die gleiche Heilkraft. Bei oberflächlicher Betrachtung kann man mindestens zwei Arten von Fäule erkennen. Als wirksam galten schwarz gefaulte Äpfel. So nutzte man bereits weit vor der Entdeckung des Penicillins, die keimtötende Wirkung verschiedener Schimmelpilze in der Volksheilkunde. Schwarzfaule Äpfel etwa, gebrauchte man gegen Schwerhörigkeit.

Aus faulen süßen Äpfeln wurde ein Wasser destilliert, welches etwa bei Brandwunden eingesetzt wurde.

Kurios: Der Dichter Friedrich Schiller war versessen auf den Duft fauler Äpfel. er hortete sie in seinem Schreibtisch. Während sie Goethe bei einem Besuch fast den Atem nahmen, inspirierten sie ihn bei seiner Arbeit.

Apfel in der KosmetikApfel als Kosmetik

Nachdem Äpfel im Hausgebrauch schon längst als Schönheitsmittel genutzt wurden, entdeckte die Kosmetik ihre positiven Wirkungen auf die Haut.

Sein hoher Gehalt an Vitaminen und Flavonoiden machen den Apfel zu einem wertvollen Kosmetikum. Ein bekanntes Trio besteht aus den Vitaminen A ,C und E. Dieser Kombination werden regenerierende und schützende Wirkungen zugeschrieben.  Deshalb kommt sie vorzugsweise in Anti Aging Kosmetik zur Anwendung.

Auch der natürliche Gehalt an Fruchtsäuren soll  Erneuerungsprozesse in der Haut anregen.

Apfel-Kosmetik selbst gemacht

Eine schöne Anwendung, welche man auch zu Hause leicht zubereiten kann, ist die Apfelmaske:

Dafür wird ein Apfel gerieben und auf das Gesicht aufgetragen. Diese Rezeptur kann man natürlich noch ausbauen und weitere hautpflegende Stoffe hinzufügen, etwa Öl, Honig oder Quark. Jedoch ist schon der pure Apfel ein hervorragendes Hautpflege-Mittel.

Apfelessig gegen unreine Haut

Apfelessig gilt als bewährtes Tonikum für unreine und fettige Haut. Seine Herstellung ist denkbar einfach. In Verbindung mit Schwarzkümmel lässt sich daraus eine klärende Anwendung für die unreine Haut  zubereiten.

Man benötigt: 1Tasse Apfelessig, 1 halbe Tasse Schwarzkümmel, gemahlen und 1 halbe Tasse Stärke. Der Apfelessig wird mit dem gemahlenen Schwarzkümmel erhitzt, Stärke hinzugeben, so dass eine Creme entsteht. Dies Creme soll man vorzugsweise abends auf das Gesicht auftragen.

 

Schönheitscreme mit Apfel und Ringelblume

Was liegt näher, als die wunderbaren Eigenschaften von Apfel und Ringelblumen für die Hautpflege zu vereinen.

Für dieses simple Rezept benötigt man

15 g Apfelöl (Apfelschalen in einem beliebigen Öl, etwa Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl mazeriert)

15 g Ringelblumenöl

3 g Bienenwachs oder Beerenwachs

5 g Ringelblumentinktur

5 g Apfeltinktur

20 g abgekochtes Wasser

 

Zunächst wird das Wachs in dem Öl vorsichtig erwärmt und aufgelöst. Anschließend gibt man Wasser und die Tinkturen hinzu. Mit einem el. Rührbesen wird alles so lange gerührt bis die Masse abgekühlt ist. Abfüllen, fertig. Wegen des hohen Fett-Anteils ist diese regenerierende Creme sehr gehaltvoll und kann sehr sparsam verwendet werden. Geeignet ist sie für jede Haut.

Äpfel und Allergien

Leider gibt es Menschen, die auf den Genuss von Äpfeln allergisch reagieren. Betroffene erhalten fachkundigen Rat bei dem Arzt ihres Vertrauens. Bei ihm können sie Informationen über Risiken und Möglichkeiten zur Überwindung dieser Lebensmittel-Unverträglichkeit erhalten.

So ist etwa beobachtet worden, dass das Allergiepotential von Sorte zu Sorte variiert. Vor allem ältere Sorten sollen weniger Allergie auslösend sein. Auf der Web-Seite "Allergie-Helfer.de" werden Boskop, Gravensteiner, Altländer, Hammerstein, Berlepsch oder Goldparmäne, als verträglichere Äpfel empfohlen. Bei diesen handelt es sich um heimische Sorten. Des Weiteren werden wohl reife Früchte in der Regel besser vertragen als unreife. Auch das Erhitzen und Reiben zerstört viele Allergene.

 

 

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Copyright © 2010 Natur & Kosmetik Marina Bauernfeind
Stand: 15. Februar 2017