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Waldmeister macht das Herz froh

Im Frühjahr blüht in unseren Wäldern aromatischer Waldmeister (Asperula odorata). Sein Duft ist intensiv und angenehm. Der Volksmund ersann für die wohlduftende, weitverbreitete Pflanze viele Namen, etwa Waldmannla (Egerland), Waldmannl (Erzgebirge), Waldmännli (Aargau), Meier-Chrut (Schweiz). Namen wie Möhsch, Mähsk, Meusch (Mecklenburg), Möösch (Lübeck), Möschen (Schleswig), Möischen (Holstein) erhielt Waldmeister wegen seines Duftes (Moschus). Weniger spezifisch und daher zu Verwechselungen führend sind Bezeichnungen wie Maiblume, Maikraut (Hessen), Gugger-Blueme = Kuckucksblume (Aargau).

Waldmeister, die vergessene Heilpflanze

Namen, wie etwa Herzfreud, Leberkraut oder Sternleberkraut erhielt Waldmeister auf Grund seiner heilenden  Kräfte, welche man in vergangener Zeit sehr zu schätzen wusste. Heute ist diese wohlriechende Pflanze etwas in Vergessenheit geraten. Wegen des enthaltenen Cumarins wird heute eine Krebs fördernde Wirkung vermutet und vor häufiger Verwendung gewarnt. Ich teile diese Auffassung nicht.

Ist Waldmeister ungesund?

In der Fachliteratur, etwa dem Buch "Chemie in Lebensmitteln" von Johannes Friedrich Diehl wird Cumarin als potentiell toxischer Stoff geführt. Cumarin, welches im  Waldmeister, aber unter anderem auch in Datteln, Brombeeren, Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren enthalten ist, zeigt in vitro, d.h. als isolierter hochdosierter Stoff leberschädigende und mutagene Wirkungen.  In wie weit dies auf die betreffenden Pflanzen zutrifft, wurde nicht untersucht. Niemand wird wohl jetzt etwa Erdbeeren von seinem Speisezettel verbannen.

Moderne Extraktionsverfahren verdichten die wirksamen Bestandteile des Waldmeisters zu einem hochprozentigen Konzentrat. Exzessiver Gebrauch jeglicher Medizin, ob Kraut oder Pille bleibt generell nicht ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Frei nach Paracelsus kann man auch in diesem Fall feststellen, dass die Dosis wohl das Gift macht. Waldmeister in Bowle oder Honig, Sirup, Gelee, in angemessener Menge bringt sicher niemanden um. Ohnehin benötigt man nur wenig Pflanzenmaterial um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Empfohlen werden 3 g Pflanzenmaterial auf 1l Wasser.

Waldmeister in der traditionellen Verwendung

Neben der Nutzung als aromatische Beigabe zu leckeren Desserts galt Waldmeister in alter Zeit als segensreiches Heilkraut. Man schrieb ihm beruhigende, Schlaf fördernde, krampflösende, blutreinigende, wundheilende Kraft zu. Traditionell wurde er verwendet zur Nervenstärkung, gegen Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, gegen Kopfschmerzen und Migräne, als Herz- und Lebertonikum.

Waldmeister - Sirup Rezept

Maibowle und Waldmeister-Sirup mit echtem Waldmeister im Handel zu finden, ist kaum möglich. Der Cumaringehalt für aromatisierte Getränke darf laut Lebensmittel-VO 5 mg/Liter nicht überschreiten. Wer jedoch Genuss und Wirkung des Waltmeisters erfahren möchte, kann seinen eigenen Sirup leicht selber machen.

Für einen Waldmeistersirup benötigt man

1 Kleines Sträußchen Waldmeister, leicht angewelkt (3 g)

1 Liter Wasser

1 Kg Zucker

2 Zitronen

 

Wasser und Zucker solange kochen, bis die Lösung klar ist.

Auskühlen lassen, Zitronen in Scheiben schneiden und mit dem Waldmeistersträußchen vermengen.

Zugedeckt 5 Tage kühl stehen lassen, abseihen und in Flaschen abfüllen.
 

Mit Waldmeister-Sirup lassen sich Getränke, Eis, Wein und Desserts lecker aufpeppen.

Waldmeister - ein Freund des Herzens und der Leber

Waldmeister galt einst als berauschend und aphrodisierend. Doch in alten Quellen beschrieben Heilkundige vor allem seine positive Wirkung auf die Leber, besonders als Mittel gegen die Gelbsucht. Der angenehme Duft der Pflanze beruhigt, entspannt, ja soll sogar die Sinne berauschen. Seiner Stimmung aufhellenden Eigenschaft verdankt Waldmeister wohl den Namen "Herzfreud".

Zur Normalisierung des Menstruations Zyklus, sowie bei Entzündungen der Gebärmutter kam er in der Frauenheilkunde zum Einsatz. Überliefert ist die äußerliche Anwendung bei Entzündungen (hitzige Geschwär).

Waldmeister bei unreiner Haut

Eine zentrale Rolle bei der Gesunderhaltung unseres Körpers nimmt das Verdauungssystem ein. Wer etwa unter Verstopfung leidet, wird nach dem Genuss von Waldmeistersirup Erleichterung finden. Verdauungsprobleme gehen oft mit Hautunreinheiten einher. Schon in alter Zeit war diese positive Wirkung von Waldmeister auf das Hautgeschehen bekannt. Vor allem die Lymphtätigkeit kommt in Schwung. Deponierte Stoffwechselschlacken werden durch die diuretische Wirkung vermehrt ausgeschwämmt. All diese Ausleitungsvorgänge beeinflussen das Hautbild positiv. Ein Aufguss gegen unreine Haut sollte kalt angesetzt werden. Dabei wird für 1 Tasse Aufguss 1 El Kraut mit kaltem Wasser etwa 8 Stunden angesetzt werden. Anschließend abfiltern. Etwa 2 Tassen täglich können konsumiert werden.

Waldmeister-Creme

Mit Waldmeister lässt sich eine wunderbar duftende Nachtcreme herstellen. Für die Waldmeister-Creme benötigt man:

7g Tegomuls, 1g Bienenwachs, 20g Traubenkernöl,  60g abgekochtes Wasser, 30g Waldmeister-Tinktur* 70%. Zunächst werden Öl, Tegomuls und Bienenwachs erwärmt, bis sich die Zutaten aufgelöst haben. Das noch heiße Wasser hinzugeben. Umrühren, Waldmeister-Tinktur hinzufügen. Im Wasserbad abkühlen und dabei weiter rühren. Fertig ist eine duftende leicht pastellgrüne Creme, die schnell einzieht und nicht fettet. Diese Creme ist für jede Haut geeignet, sofern Alkohol von ihr vertragen wird.

*Waldmeister-Tinktur kann man mit Prima-Sprit ganz leicht selber machen. Ich verwende 5g getrockneten Waldmeister, der in ein Schraubglas gegeben und mit 100g Alkohol bedeckt wird. Nach etwa 2 Wochen kann man die Tinktur verwenden.

Eine Waldmeister-Tinktur ist auch bestens als Basis für ein kühlendes Hauttonikum bei Sonnenbrand geeignet.

Waldmeister die Zauber-Pflanze

Auch Zauberkraft wurde der duftenden Pflanze zugeschrieben, so galt Waldmeister als hilfreich bei Abwehrzaubern, etwa gegen Verhexung. Zum Schutz vor bösen Geistern trug man in der Frei-Nacht einen Kranz mit Waldmeister um das Handgelenk gewunden.

 

Wissenschaftliche Quellen

Antioxidant and burn healing potential of Galium odoratum extracts
N. Kahkeshani, B. Farahanikia, P. Mahdaviani, A. Abdolghaffari, Gh. Hassanzadeh,7 M. Abdollahi, and M. Khanavi

 

 

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Stand: 26. August 2017